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Viele reden von der Wissensgesellschaft, und von der Pflicht zum lebensbegleitenden Lernen. Aber was heißt das für den Einzelnen? Ein Schulabgänger fragt sich heute: Was für einen Beruf möchte ich eigentlich, wo kann ich einsteigen? Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die schon voll im Berufsleben stehen, und deren Arbeitsfeld sich plötzlich ändert, sind die Fragen drängender: Wie lange bin ich noch gut für meinen Job? Gibt mir der Chef die Chance, fachlich auf dem neuesten Stand zu bleiben? Und sie stellen diese Fragen ihren Betriebsräten.
Das Schwerpunktheft 03/2008 von »Arbeitsrecht im Betrieb«liefert Ihnen viele Anregungen, wie Sie das Thema berufliche Bildung in Ihre Betriebsratsarbeit einbringen können. Und das ist dringend nötig. Der Beitrag »Weiterbildung« von Robert Heidemann zeigt, dass die Notwendigkeit, die Beschäftigten in ihrem Fachwissen »up to date« zu halten, in vielen Betrieben noch nicht angekommen ist. Während zur Zeit über die Zukunft der Schulen noch gestritten wird, hat sich in der Berufsbildung schon einiges getan. Annette Malottke stellt in ihrem Beitrag über die Berufsbildung die neuen Entwicklungen im Bereich der Berufsausbildung und Methoden vor, den Fortbildungsbedarf in den Betrieben zu ermitteln. Eine wichtige Rolle in der betrieblichen Ausbildung spielt auch die Jugend- und Auszubildenden-Vertretung (JAV), deren Aufgaben der Beitrag von Wolf-Dieter Rudolph näher beleuchtet.
Zu den wenig genutzten Instrumenten der Arbeitnehmer-Bildung zählt auch der Bildungsurlaub, über den »Christine Zumbeck in ihrem Beitrag informiert. Der Qualifikations-Experte der Hans-Böckler-Stiftung, »Dr. Winfried Heidemann, hat den Kommentar zu diesem Schwerpunktheft verfasst. Zusätzlich macht er in seinem Beitrag über Betriebsvereinbarungen zur Qualifikation darauf aufmerksam, welche Tipps und Anregungen Betriebsräte im Böckler-Archiv für Betriebsvereinbarungen erhalten können. Weiter stellt Ihnen Dr. Gabriele Peter in ihrem Beitrag dar, welche gesetzlichen Fortbildungsansprüche die Betriebsräte für ihr wichtiges Amt haben.
Diese und weitere Beiträge bietet Ihnen das erste AiB-Schwerpunktheft zum Thema Berufliche Bildung. Wir wünschen Ihnen, dass Sie diese Anregungen für Ihre eigene betriebliche Arbeit nutzen können.
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