Wer erinnert sich nicht an das Kinderspiel »Die Reise nach Jerusalem«? In jeder Runde scheidet ein Mitspieler aus, bis am Ende einer den letzten Stuhl erobert. Weit weniger erheiternd wirken derzeit in Betrieben die vielen leeren Stühle in Kantinen und auf Betriebsversammlungen. An diesem unerfreulichen Anblick kann die verbliebene Belegschaft abzählen, wie viele Kolleginnen und Kollegen gerade bei der letzten Entlassungswelle »verloren« haben. Denn gleichgültig, wie Unternehmen diese Maßnahmen beschönigend bezeichnen: Am Ende heißt es: »Wer geht? Wer bleibt (vorerst noch)?«. Aber muss das so sein? Wenn Unternehmensberater die Auslagerung von Aufgaben als Garantie für höhere Gewinne anpreisen, müssen Betriebsräte das nicht einfach über sich ergehen lassen. Die März-Ausgabe von »Arbeitsrecht im Betrieb« beleuchtet für Sie die verschiedenen Facetten der Mitbestimmung bei der Umstrukturierung. Unter dem Titel: »Wozu streiten wir denn - Besser statt billiger!« präsentieren vier Autoren Beispiele dafür, wie Betriebsräte mit eigenen wirtschaftlichen Vorschlägen Auslagerungspläne verhindert und damit dem ganzen Unternehmen genützt haben. In Beiträgen zum Umwandlungsgesetz, zum Betriebsteilübergang und Soziaplan erfahren Sie, wie und worüber der Betriebsrat mit dem Arbeitgeber verhandeln kann und muss, um die Interessen der Beschäftigten zu schützen. Neu auf aib-web.de : In zwei Interviews (hier klicken!) schildern Arbeitnehmervertreter, wie sie bei Outsourcing-Maßnahmen für die Beschäftigten eingetreten sind. In den Zusammenfassungen finden Sie unter der Rubrik »Stichwort« Fachbegriffe und Rechtsnormen näher erläutert.