Studie

Mehr Homeoffice gleich viel weniger Kraftstoff

32 Millionen Liter Kraftstoff könnten täglich eingespart werden, wenn Autopendler*innen einen Tag mehr pro Woche zu Hause arbeiten würden. Das hat ein Team der Uni Konstanz errechnet.

Würden Beschäftigte, deren Tätigkeit das prinzipiell zulässt, einen Tag mehr pro Woche zu Hause arbeiten als bis dato, ließe sich der tägliche Kraftstoffverbrauch in Deutschland um etwa 32 Millionen Liter senken. Das entspricht einer Ersparnis des Gesamtverbrauchs im nationalen Personen- und Güterverkehr von 19 Prozent. Gleichzeitig wünschen sich viele der Beschäftigten genau diesen einen Homeoffice-Tag mehr. Das sind Kernergebnisse der sogenannten Homeoffice-Studie der Universität Konstanz, die seit 2020 in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird. An der aktuellen Befragungswelle nahmen 1.017 Personen teil, repräsentativ nach Alter und Geschlecht für Beschäftigte mit Bürotätigkeiten. 

Demnach pendeln derzeit 64 Prozent der Bürobeschäftigten in Deutschland mit dem Auto zur Arbeit. Die Präferenz der Befragten liegt im Durchschnitt bei 2,78 Homeoffice-Tagen pro Woche, tatsächlich arbeiten sie zurzeit an knapp zwei Tagen pro Woche zu Hause.

 

Produktivität nähme sogar zu

Die Studienautoren sehen darin ein erhebliches Potenzial, den Präferenzen der Beschäftigten entgegenzukommen und gleichzeitig große Mengen von Kraftstoff einzusparen. Aber ob die Arbeitgeber da mitspielen? Die Forscher sehen keinen Grund, warum sie es nicht tun sollten: „Aktuelle Studien zeigen, dass etwa drei Tage mobiles Arbeiten optimal für die objektive Produktivität in vielen Tätigkeiten wären.“ 

Bei Führungskräften scheint den Studienergebnissen zufolge ein Bewusstseinswandel im Gange zu sein: Der Anteil, der eine stärkere Präsenzpflicht befürwortet, fiel von 33 (2024) auf 22 Prozent, Kommunikationsbedenken halbierten sich seit 2024 von 43 auf 23 Prozent. 

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Autorenbild David Schahinian

David Schahinian

Der freie Journalist David Schahinian arbeitet seit 2010 für Tageszeitungen, Fachverlage, Verbände und Unternehmen. Er berichtet vorwiegend über Technik- und Personalthemen sowie über Betriebsratsarbeit und Arbeitsrecht.

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