Von den 15 % Schichtarbeiter*innen sind 8 % in Wechselschicht und 7 % in Wechselschicht mit Nachtanteilen oder in Dauernachtarbeit tätig. Für beide Gruppen gilt: Sie sind überdurchschnittlich häufig von kurzfristigen Änderungen der Arbeitszeiten, Arbeit an Sonn- und Feiertagen und verkürzten Ruhezeiten betroffen. Auch ihr Einfluss auf die Gestaltung der Arbeitszeiten ist nach Erkenntnissen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gering.
Für diese Erkenntnisse hat die BAuA Daten aus ihrer Arbeitszeitbefragung von 2023 ausgewertet. Demnach ist Schichtarbeit auch häufiger mit eingeschränkter Erholung, einer schlechteren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie größeren gesundheitlichen Beschwerden verbunden. Hinzu kommen bei vielen Beschäftigten Belastungen durch Hitze, Kälte oder Lärm.
Die Auswertung zeigt außerdem, dass Schichtarbeit in einigen Branchen besonders stark verbreitet ist. Gesundheitsberufe stehen hier mit 41 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Fertigungs- und Sicherheitsberufen (35 beziehungsweise 34 Prozent). In Berufen des Lebensmittel- und Gastgewerbes arbeitet im Schnitt jeder und jede vierte Beschäftigte in Wechselschichten.