Tariflöhne steigen leicht an
2026 können Tarifbeschäftigte in Deutschland mit Nominallohnsteigerungen von durchschnittlich 3,1 Prozent rechnen. Das entspricht unter Berücksichtigung der Inflation einem Einkommensplus von 0,7 Prozent.
2026 können Tarifbeschäftigte in Deutschland mit Nominallohnsteigerungen von durchschnittlich 3,1 Prozent rechnen. Das entspricht unter Berücksichtigung der Inflation einem Einkommensplus von 0,7 Prozent.

Das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hat in seiner Halbjahresbilanz zur aktuellen Entwicklung der Tariflöhne die Neuabschlüsse des ersten Halbjahrs 2026 sowie die in den Vorjahren für 2026 vereinbarten Tariferhöhungen berücksichtigt.
„Gerade in Krisenzeiten sind angemessene Tarifsteigerungen besonders wichtig, um die Konjunktur zu stabilisieren“, sagt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Prof. Dr. Thorsten Schulten. Es sei eine wichtige Aufgabe der Tarifpolitik, erneute Kaufkraftverluste aufgrund des Iran-Konflikts bei den Beschäftigten zu verhindern, so Schulten.
Die Tarifforderungen der Gewerkschaften bewegten sich im ersten Halbjahr 2026 in den meisten Branchen zwischen fünf und sieben Prozent. Besonders hoch war die Forderung mit 15 Prozent in der Landwirtschaft, was aber aufgrund der dort gezahlten niedrigen Löhne eher einen politischen Hintergrund hatte.
Die durchschnittliche Laufzeit der abgeschlossenen Tarifverträge liegt bei 25,9 Monaten. Rund 15 Millionen Beschäftigte werden im Lauf des Jahres 2026 Tariferhöhungen erhalten.