Dieses Gefühl hat natürlich Folgen. Die Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass sich Diskriminierung und Stigmatisierung auf das Wohlbefinden der Betroffenen auswirken. Beschäftigte mit Diversitätsmerkmalen berichteten zu 65 Prozent von mentaler Erschöpfung. 35 Prozent empfanden ihre Arbeitssituation als psychisch belastend.
Bei anderen Beschäftigten lagen diese Werte niedriger. All das kann der Studie zufolge zu höheren Kosten für Arbeitgeber und die Gesellschaft führen, etwa durch Krankheitsausfälle, ungenutzte Potenziale und eine erhöhte Fluktuation unter Beschäftigten.
Die Studienautoren empfehlen Unternehmen, Vielfalt und Chancengerechtigkeit strukturell zu verankern. Möglichkeiten hierzu böten verbindliche Zielsetzungen, kontinuierliches Monitoring und klar definierte Zuständigkeiten. Zudem brauche es eine offene Unternehmenskultur, die Stigmatisierung abbaut und Beschäftigte gezielt für das Thema Diskriminierung sensibilisiert.